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Monday, June 19, 2006

I cut my thumb...

Ich weiß gar nicht mehr, wann es das letzte Mal geregnet hat. Es muss ziemlich lange her sein, denn ich kann mich nicht mehr erinnern - hat es, seit der Winter vorbei ist, überhaupt mal geregnet?
Ich hab mich jedenfalls danach gesehnt. Alles war schon so trocken, auf den Gräsern und Blättern war alles voller Blütenstaub und so - gar nicht schön. Der Regen hat allem seine satte Farbe zurückgegeben, hat Blütenblätter von den Bäumen und den Staub von den Dächern gespühlt. Es riecht gut.


Schön: Pollen werden in eine Pfütze gewaschen.

Gestern, als es gerade aussah, als würde es wieder etwas heiter werden, bin ich rausgegangen und war nach einem Spaziergang bis auf die Haut durchnässt. Wundersamerweise war mir nicht mal kalt, es hat sich total warm angefühlt - ganau wie jetzt, wenn man rausgeht, dabei gab es vorhin die krassesten Wolkenbrüche.
Ich war eben draußen, um mir meinen Monster Band 18 von Thalia abzuholen. Die SMS, dass es endlich da ist - eep, wie war's mir heiter. Bin also gleich losgestiefelt, um es zu holen und hab die ersten Seiten gleich auf der Straße gelesen. In dem Kuhkaff, wo die Handlung gerade spielt (irgendeine Kleinstadt in Süddeutschland, soweit ich mich erinnere), regnet es auch. Werde gleich noch den Rest lesen und diesen letzten Band so richtig genießen - ein toller Comic, einer der besten. Und ich hab ihn komplett - meine erste Komplettsammlung, eep.
Naoki Urasawa, Monster Band 1 bis 18, Egmont, je 6,50€

Am letzten Samstag hab ich mich in den Daumen geschnitten; beim Gemüseschneiden - zumindest in der Hinsicht leben Fastfooter gesünder. Inzwischen hat er sich entschieden, zu heilen, fühlt sich aber doof an. Ein Glück hab ich Fingernägel, sonst wär ich wohl schon die eine oder andere Fingerkuppe los.
Außerdem ist mir neulich meine Kamera runtergefallen ... SCHOCK... ich war für ein paar Sekunden erst mal total paralysiert. Dann aufgehoben, Funktionsweise und Gehäuse überprüft--- alles noch ganz. Denn glücklicherweise ist sie genau auf die Schnellwechselplatte aufgekommen, die noch unten drangeschraubt war. Einzig das CF-Fach ist jetzt etwas lockerer, aber noch funktionstüchtig. Ist mir in meiner Photolaufbahn das erste Mal passiert, zumindest das erst mal auf Beton... bitte nie wieder.

Jetzt noch eine wichtige Information für Leute, die Skizzen und ähnliches mögen.
Unter Myblog Radio Sketchlog gibt es ein Sketchblog von mir und weiteren sechs Künstlern. Ganz neu und ganz nett! Bitte schaut vorbei!

Ich geh jetzt noch meine Hälfte vom Wochenendeinkauf machen und Wäsche aufhängen und später arbeiten und dann hoffe ich, dass es nicht das ganze Wochenende regnet.

Lew.

Friday, May 12, 2006

Smells like... ugh!

Kaum ist der Sommer da, macht er sich auch schon bei mir unbeliebt.

Heute hab ich mich zum ersten Mal dieses Jahr nicht ohne Sonnenschutz rausgetraut. Hat nicht irgendjemand gesagt, dass es kühler wird, Eisheilige und so? :( Ich bin enttäuscht.

Es sollte wirklich mal wieder regnen; draußen ist es fürchterbar trocken. Pflanzen wie der Storchschnabel erschlaffen schon in der Hitze und der Himmel wird jeden Tag blasser.
Wenigstens wird die Wäsche schnell trocken und es gibt beim Sonnenuntergang tolle Farben, wenn die Luft so warm und voller Staub ist.
Andererseits stinkt es gerade wiederwärtig nach so'nem Strauch mit gelben Blüten... Wikipedia zufolge handelt es sich um die Berberitze, deren Anbau an manchen Orten nicht erlaubt ist, da sie Zwischenwirt für einen Getreidepilz ist. Man staunt, man staunt und hat schon wieder was dazugelernt. An den penetranten Spermageruch werd ich mich jedenfalls nicht gewöhnen. Es gibt Webseiten, die den Gestank tatsächlich als Duft beschreiben...

Andere Blüten duften dagegen wirklich. Ok, der Geruch von Flieder kann einen auch erschlagen, aber er ist wenigstens angenehm und frisch. Manchmal kann ich kaum fassen, wie grün und blühend es draußen ist... der Winter war echt deprimierend lang. Aber bis auf wenige Ausnahmen haben die Pflanzen den gut überstanden und blühen oder blühten aus voller Kraft. Die Obstbäume sollten - wenn jetzt mal ein bisschen Regen fällt und es nicht hagelt oder friert - dieses Jahr jedenfalls reichlich tragen...

Blütenstand des Flieders


Ein anderer Baum, der scheinbar hartgesottener ist, als man dachte, ist die Rosskastanie. Jeden Sommer machen die ihre Miniermottenkrankheit durch und jedes Frühjahr tun sie so, als sei nix gewesen, treiben dunkles, dichtes Laub und hunderte Blüten... echt nicht totzukriegen, die Dinger - und das ist auch gut so. Ich mag Kastanien.

Blütenstand der Kastanie

Warum klebt Sonnencreme eigentlich und warum gibt es sie nicht zum Einnehmen... :/
Lew.

Tuesday, May 9, 2006

Ein Kuckuck macht meinen Sommer.

Ich ärgere mich über mich selbst. Seit Sommer 2003 photographiere ich nun mit Passion und nichts hab ich dazugelernt... immer wieder, wenn ich irgendwo hin fahre, um Photos zu machen, vergesse ich was. Das letzte Mal war es nicht genügend Speicher, heute ist es der Akku. Bei so schönem Wetter und dieser Jahreszeit und diesem Stück Wald, das mich so einladend angelächelt hat, ist das einfach nur deprimierend...

Heute früh bin ich "raus" nach MGP gefahren. Markgrafpieske, da hab ich mal gewohnt.


Markgrafpieske Langendamm

Hauptphotointention: Männlicher Aurorafalter auf Wiesenschaumkraut. Aus den letzten Jahren weiß ich, dass das hier gut blüht und normalerweise Schwärme kreuzblütenliebender Schmetterlinge anlockt. Nur gerade ist dem nicht so - das Auftreten von Faltervieh in meiner Nähe hält sich stark in Grenzen und ich frag mich, ob das an mir liegt oder am strengen Winter... was ich zu Hauf sehe - und da kann sicher jeder mithalten - sind diese unangenehm geselligen, häufigen und das Gemüse schädigenden Kohlweißlinge in allen Größen und Variationen. Sie sind ja ganz nett und ich mag weiße Dinge, aber könnte Bruder Zufall nicht ab und zu mal einen durch einen ... sagen wir Zitronenfalter austauschen. Derartige hab ich zwar auch ab und zu gesehen, aber sie fliegen mit Vorliebe hoch und im Wald. Da is nich gut verfolgen.
Auch Waldbrettspiel und besagte Aurorafalter sind mir begegnet - nur nicht in ausreichender Zahl und Gemütlichkeit. Ich werd wohl nie eins von diesen Photos machen, wo man draufschaut und es einfach nur gern hat... :(
Zwei weitere Schmetterlinge muss ich noch bestimmen (lassen). Aber selbst die sind nichts geworden - dabei kann man mit meinem Objektiv eigentlich gut photographieren. Es ist etwas gelbstichig, ein bisschen unscharf und in den Ecken dunkler, aber außer den richtig teuren Linsen gibt es denkich keine, die nicht irgendeine Macke hat.
Ich hadere, mir ein neues Objektiv zu kaufen (wir sprechen von wollen, was mit können nicht zwingendermaßen etwas zu tun haben muss) - bzw ein zusätzliches anderes zu meinem Sigma EX macro. Ein Weitwinkel soll es sein, ja; damit ich in Berlin mal richtig schön Environmentphotos machen kann. Starre 50mm machen einem bei Nahaufnahmen nichts aus, aber in the city kommt man nicht weit damit - dümmlich ausschauende Gebäudedetails sind das meiste, was bei mir da rauskommt. Andererseits... vielleicht sollte ich mir auch eine bessere Makrolinse besorgen, die alte verhökern. Eine tolle Telelinse sollte mir bessere Ergebnisse bringen was die Menge gelungener Insektenmakros angeht. Gerade manche Schmetterlinge und die fiesen Fliegen mit ihrem 320°+ Rundumblick sind gar nicht so leicht aufs Korn zu nehmen, wenn man bis auf wenige Zentimeter (so etwa 3-4) an sie herangeht.
In echt kann ich mir aber kein Objektiv leisten. Ich werde diesen Sommer noch mit meinem alten auskommen müssen - und es ist ja schließlich kein schlechtes Teil... - das eine oder andere Photo sieht ja ganz nett aus...


Glen mit Schaumkraut


Chiwa mit Apfelbaum

Ich habe mich hier in MGP in den Garten gesetzt. Mit dem Laptop (nicht meiner). Meine Mama hat aus diesem Grundstück mal wieder ein Paradies gemacht - zumindest ist sie dabei. Die Apfelbäume riechen gerade über den ganzen Hof, Vergissmeinnicht und Erdbeeren blühen und Schwalben und Elstern bauen Nester. Alles etwas später dieses Jahr, aber egal - ich sage, es ist Sommer. Sommer ist für mich zB, dass ich meine frisch gewaschenen Haare in windeseile an der frischen Luft trocknen kann, ohne dass mir kalt wird. Und dass ich barfuß herumlaufen kann, sogar durch kaltes Wasser. Und wie kalt das Wasser hier ist; es kommt direkt aus der Erde und hat, ich weiß nicht, vielleicht 4°C - das ist so kalt, dass es weh tut. Ich weiß das, ich habe mir nämlich gerade damit die Haare gewaschen - der Durchlauferhitzer ist kaputt - manchmal denk ich echt, ich bring hier nur Unglück. Als ich das letzte Mal hier war, ist die Kamera (meine alte liebe Konica) geschrottet (zum dritten Mal), heute geht der blöde Durchlauferhitzer putt...

Das Geräusch des Erhitzers beim Anspringen war ein Geräusch, dass ich immer gemocht habe. Einfach nur als Geräusch.

Geräusche des Tages.
Es gibt viele Töne, die ich mag. Mir fallen, wenn ich gefragt werde, immer nur ein paar ein. Aber es sind wirklich sehr viele. Ich mag zB das Summen von Hummeln und das Rauschen des Waldes. Und ganz besonders - wo wir schon in der Natur sind - mag ich das Geräusch von einem Ameisenhaufen. Es ist so geschäftig einschläfernd und zugleich hat es in meinen Ohren etwas bedrohliches... wie eine Massenpanik oder schlimmer - ich kann es nicht genau beschreiben. Es gibt so viele Dinge in der Naur, die schön und grausig gleichzeitig sind - was hat sie sich nur dabei gedacht? Als Paradebeispiel wird gerne die Raubkatze genannt. Ein Gepard zB ist an Eleganz und Ausgeklügeltheit kaum noch zu überbieten, aber wenige Milimeter unter dem Pelz liegt der perfekte Jäger und Killer. Und eines der abstoßendsten Beispiele ist der Kuckuck, der wohl eine der schönsten einheimischen Stimmen hat und die widerlichste Arterhaltungsmethodik, die mir aus dem Reich der Wirbeltiere gerade einfällt.

Ich habe heute übrigens einen gehört, einen Kuckuck. Drei mal hat er gerufen - hatte das nicht irgendeine mythologische Bedeutung? (Die Menschen, die sich das ausgedacht haben, wussten bestimmt nichts von der Kuckuckhaftigkeit des Kuckucks...)

Lew.